Geschichte der HU

Durch den Zugang zu handschriftlichem, wenig oder gar nicht bekanntem Material erweitert sich das Verständnis der Literaturgeschichte um eine wesentliche Dimension: die der ideengeschichtlichen Ausdifferenzierung und zeitgerechten Einordnung dessen, was im Spiegel der Geschichte eine andere, möglicherweise ideologisch geprägte Aufwertung erhielt.

In dieser LV geht es um eine unmittelbare Auseinandersetzung mit den Quellen und zugleich um ein Hinführen zu eigenständigem wissenschaftlichen Arbeiten.

Eine Einführung in das Lesen der alten deutschen Schrift wird angeboten, um anschließend zur konkreten Archiverkundung überzugehen. Mehrere Berliner Archiv-Bestände werden unter besonderer Berücksichtigung ihrer Beziehung zu den ersten Jahren der Universität vor Ort vorgestellt.  Anschließend werden Projekte entwickelt, deren Zweck die Erörterung eines bestimmten Bestandteils dieses Korpusses sein soll. Vorgesehen sind primär Arbeiten am Universitätsarchiv, u.a. die Erschließung der ersten Promotions- und Habilitationsverfahren, von Berichten zum studentischen Leben (Teilnehmerlisten, Disziplinprobleme, Anwesenheitsprobleme, Vorlesungsverzeichnisse), um die Einordnung der Beziehungen zwischen Dekanat, Rektorat und Dozenten –  allgemein alles, was zum besseren Verständnis der intellektuellen Tätigkeit an der Philosophischen Fakultät zwischen 1810 und ca.1819 beitragen kann.

Geplant ist eine Darstellung der Ergebnisse der Projektarbeiten im Rahmen des Jubiläums. Die LV ist für Studenten der deutschen Literatur, der Philosophie und der Geschichte bestimmt.

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